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Warum dein individueller Trainingsplan zu dir passen muss.

21. Sept.
5 Min. Lesezeit

Typorientiertes Training, Nervensystem und die Frage, warum derselbe Plan nicht für jeden gleich funktioniert.


Heute ist Wissen überall verfügbar.

Du kannst dir in wenigen Sekunden einen Trainingsplan erstellen lassen, Übungen recherchieren, Trainingsmethoden vergleichen und dir erklären lassen, wie Muskelaufbau, Ausdauertraining oder Regeneration funktionieren.


Das Problem ist nicht mehr der Zugang zu Informationen.

Das Problem ist die Frage:


Was davon passt eigentlich zu dir?


Denn zwei Menschen können dasselbe Ziel haben und trotzdem komplett unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.


Genau hier beginnt für mich individuelle Trainingsplanung.



1. Warum ein individueller Trainingsplan nicht automatisch individuell ist


Ein Trainingsplan wird nicht dadurch individuell, dass dein Name oben auf dem PDF steht.

Individuell wird er dann, wenn er deine tatsächliche Ausgangslage berücksichtigt.


Dein Trainingsziel.

Deinen Trainingsstand.

Deine bisherige Erfahrung.

Deinen Alltag.

Deine Regeneration.

Deine Belastbarkeit.

Und auch die Art und Weise, wie du auf unterschiedliche Trainingsreize reagierst.


Ein Plan kann auf dem Papier perfekt aussehen und trotzdem nicht zu dir passen.

Vielleicht verträgst du ein hohes Trainingsvolumen hervorragend.

Vielleicht brauchst du deutlich mehr Erholung.

Vielleicht blühst du unter hoher Trainingsfrequenz auf.

Vielleicht funktioniert für dich weniger Volumen mit höherer Intensität besser.


Und vielleicht liegt das Problem überhaupt nicht im Training, sondern darin, dass dein Alltag bereits so viel Belastung mit sich bringt, dass zusätzliche Trainingsreize irgendwann einfach zu viel werden.


Training findet nicht auf einem Blatt Papier statt. Training findet in deinem Leben statt.


2. Zwei Menschen – dasselbe Ziel – völlig unterschiedliche Voraussetzungen


Nehmen wir zwei Menschen, die beide stärker werden und Muskulatur aufbauen möchten. Beide trainieren seit mehreren Jahren, haben einen ähnlichen Leistungsstand und können viermal pro Woche trainieren.


Auf dem Papier könnte man ihnen problemlos denselben Trainingsplan geben.

Genau hier wird individuelle Trainingsplanung interessant.


Der eine reagiert beispielsweise hervorragend auf eine hohe Trainingsfrequenz und viele moderat schwere Arbeitssätze. Er fühlt sich nach dem Training eher aktiviert als erschöpft und kann innerhalb weniger Tage wieder volle Leistung abrufen.


Der andere trainiert genauso konstant, kommt aber mit weniger Volumen und etwas höheren Intensitäten besser zurecht. Zu viele Arbeitssätze führen bei ihm nicht zu besseren Fortschritten, sondern relativ schnell zu stagnierender Leistung und zunehmender Ermüdung.


Beide trainieren regelmäßig. Beide wollen dasselbe. Beide könnten denselben Plan absolvieren. Aber der optimale Weg ist trotzdem nicht zwingend derselbe.

Und genau deshalb schaue ich nicht nur darauf, was ein Mensch erreichen möchte, sondern auch darauf, wie er auf Training reagiert.


3. Was das Nervensystem damit zu tun hat


Wenn wir über Training sprechen, sprechen wir häufig nur über Muskeln.


Sätze.

Wiederholungen.

Gewichte.

Pausenzeiten.

Trainingsfrequenz.


Dabei vergessen wir gerne, dass jede dieser Belastungen vom gesamten Organismus verarbeitet werden muss.

Dein Nervensystem spielt dabei eine zentrale Rolle.


Es beeinflusst unter anderem, wie du Belastung wahrnimmst, wie du dich auf eine Aufgabe fokussieren kannst, wie du auf Stress reagierst und wie du zwischen Belastung und Erholung wechselst.

Das bedeutet nicht, dass man jede Trainingsentscheidung mit irgendwelchen mystischen „Nervensystem-Typen“ erklären muss.Für mich ist es vielmehr ein Teil des Gesamtbildes.


Denn wenn ich einen Menschen ganzheitlich betrachten möchte, interessiert mich nicht nur seine Kraft oder seine Ausdauer.


Mich interessiert auch:


Wie verarbeitet dieser Mensch Belastung?


4. Typorientiertes Training – was bedeutet das überhaupt?


An dieser Stelle kommt das Thema Neurotype ins Spiel.


Ich nutze Typisierung nicht als starre Schublade und auch nicht als Behauptung, dass jeder Mensch exakt in einen bestimmten biologischen Typ gesteckt werden kann.


Ich nutze sie als Coaching-Modell, das mir zusätzliche Informationen über Trainingspräferenzen, Belastungsverträglichkeit, Motivation und mögliche Reaktionen auf unterschiedliche Trainingsreize geben kann.


Denn wenn zwei Menschen unterschiedlich auf Belastung reagieren, warum sollte ich bei beiden zwangsläufig dieselbe Trainingsstrategie wählen?


Das Ziel ist nicht, jemanden in eine Kategorie zu stecken.

Das Ziel ist, mehr Kontext zu bekommen.


Und genau deshalb ist die Analyse für mich niemals der Endpunkt.


Sie ist der Anfang.


5.Warum ich nicht einfach jedem denselben Plan gebe

Weil ich selbst erlebt habe, dass Training nicht linear funktioniert.

Ich habe über viele Jahre unterschiedlichste Formen von Training erlebt.


Kampfsport. (Boxen, Kickboxen, MMA)

Krafttraining.

Running. (Kurz und Langdistanz)

CrossFit.

Hyrox.

Functional Training

Wettkampfvorbereitung.

Prävention und Rehabilitation


Ich habe erlebt, wie brutal effektives Training sein kann.

Aber ich habe genauso erlebt, wann mehr Training irgendwann nicht mehr mehr bringt.

Und genau diese Erfahrungen haben meine Sicht auf Training verändert.


Früher war die Frage häufiger:

„Wie viel kann ich noch machen?“


Heute ist die Frage eher:

„Was bringt mich gerade wirklich weiter?“


Das ist ein entscheidender Unterschied.


Denn mehr ist nicht automatisch besser.

Und härter ist nicht automatisch effektiver.


Lies den Satz oben ruhig nochmal 👆🏼


6.Wie aus einer Analyse ein individueller Trainingsplan entsteht


Nehmen wir wieder zwei Menschen mit demselben Ziel.

Beide möchten fünf Kilogramm Muskelmasse aufbauen.

Bei Person A kann eine höhere Trainingsfrequenz mit moderatem Volumen hervorragend funktionieren.

Bei Person B kann dieselbe Strategie zu unnötiger Ermüdung führen.


Vielleicht braucht Person B längere Regenerationsphasen, weniger Übungen pro Einheit und eine klarere Belastungssteuerung.

Beide verfolgen dasselbe Ziel. Aber der Weg dorthin sieht unterschiedlich aus.

Genau deshalb entsteht bei mir kein Plan nach dem Prinzip:


„Diese Übungen funktionieren gut, also bekommt jeder diese Übungen.“


Stattdessen entsteht die Struktur Schritt für Schritt:

Analyse → Ziel → Ausgangslage → Strategie → Trainingsplan → Progression → Anpassung


Und genau diese Anpassungen machen langfristig einen Unterschied.


Denn ein Plan ist niemals wichtiger als die Person, für die er geschrieben wurde.


7.Wissen ist heute billig – Kontext ist wertvoll


Und genau hier schließt sich für mich der Kreis.


Heute kann dir künstliche Intelligenz innerhalb weniger Sekunden einen Trainingsplan ausspucken.


Du kannst dir erklären lassen, wie du Muskeln aufbaust.

Du kannst dir einen Laufplan erstellen lassen.

Du kannst Übungen vergleichen, Trainingsmethoden analysieren und dich über Regeneration informieren.

Das ist großartig.

Ich nutze solche Tools selbst.

Aber Wissen allein reicht nicht.

Denn Wissen sagt dir, was möglich ist.


Erfahrung, Beobachtung und Kontext helfen dabei zu verstehen, was für dich sinnvoll ist.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich meine eigene Trainings- und Wettkampferfahrung so wichtig finde.


15 Jahre Leistungssport unzählige Fortbildungen und viele Jahre Coaching ersetzen keine Wissenschaft.


Aber sie helfen dabei, Wissen in einen realen Kontext zu setzen.


Denn am Ende trainierst du nicht nach einem Algorithmus.


Du trainierst als Mensch.



Der entscheidende Punkt


Du brauchst nicht den perfekten Trainingsplan.

Du brauchst einen Plan, der zu dir passt.

Zu deinem Ziel.

Zu deinem aktuellen Leistungsstand.

Zu deinem Alltag.

Zu deiner Belastbarkeit.


Und zu dem Menschen, der du gerade bist – nicht zu dem, der du irgendwann vielleicht sein möchtest.


Deshalb beginnt meine Arbeit nicht mit der Frage:

„Welche Übungen machen wir?“

Sondern mit:

„Wer bist du, wo stehst du gerade und was brauchst du, um dich weiterzuentwickeln?“


Genau daraus entsteht individuelle Trainingsplanung.


Nicht nach Vorlage.

Sondern mit Struktur, Methodik und gezielter Progression.


Dein Training. Dein System. Dein NextLevel.


Wenn du keinen Standardplan möchtest, sondern eine Trainingsstrategie, die auf deine Ausgangslage und deine Ziele zugeschnitten ist, kannst du bei mir einen individuellen Trainingsplan inklusive Analyse und Strategiegespräch anfragen.


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